Ein Golden Retriever liegt neben einer Person in einem Wald, umgeben von Bäumen und Grün.

RettungshundeUnsere Staffeln stellen sich vor

Hunde sind wichtige Partner bei der Rettung von vermissten Personen. Unsere Rettungshunde-Teams sind häufig im Einsatz. Sie suchen nach vermissten Personen, rund um die Uhr und auch in unwegsamem Gelände. 

Rettungshunde sind mit ihren empfindlichen Nasen und ihrer intensiven Ausbildung bei der Suche nach Menschen nicht zu ersetzen. Unsere Hundeführer*innen sind zudem als Ersthelfer*innen ausgebildet und können am Notfallort schnelle Hilfe leisten.

 

So arbeiten unsere Rettungshunde-Teams

Sie möchten mitmachen?

Was Sie wissen müssen

Die Arbeit mit Rettungshunden stellen an Mensch und Hund hohe Anforderungen. Die Rettungshundearbeit ist keine Hundesportart, sondern dient im Einsatzfall dem Retten von Menschenleben.

Es eignen sich alle mittelgroße Gebrauchshunderassen (beim Personenspürhund sollte es ein Hound, Schweißhund oder Bracke sein). Großhunderassen oder sehr kleine Hund sind durch die hohe körperliche Belastung nicht geeignet.

Wichtig ist, dass der Hund einen ausgeprägten Beutetrieb hat, aufgeschlossen neuen Situationen gegenüber steht, unbefangen mit Mensch und Tier umgeht. Er muss ein gutes Umwelt und Sozialverhalten zeigen. Hund sowie Hundeführer müssen körperlich und geistig fit sein.

Von einem zukünftigen Rettungshund erwarten wir, dass er:

  • gesundheitlich fit ist
  • mittelgross und nicht zu schwer ist (Ausnahme: Mantrailer)
  • Ausdauer hat (beim erwachsenen Hund)
  • einen ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb besitzt
  • physisch & psychisch belastbar, sprich: umweltneutral ist
  • gut sozialisiert zu Mensch und Hund
  • Such- und Findewillen hat oder entwickelt
  • über einen guten Grundgehorsam verfügt (Begleithundeprüfung)

Ab zwölf Wochen kann man mit den ersten spielerischen Übungen beginnen. Je jünger ein Hund ist, umso einfacher kann man ihn auf seine neue Aufgabe prägen. Wichtig ist uns eine sehr gute Umweltverträglichkeit (Lärm, Umweltreize, fremde Untergründe, das begehen von Geräten,...), eine sehr gute Sozialisierung mit Menschen und Artgenossen und eine sehr gute Mensch-Hund-Bindung.

Ältere Hunde sollten zur Ausbildungsbeginn nicht älter als drei Jahre sein, da die Ausbildung je nach Hund 2 bis 3 Jahre dauern kann. Laut der aktuell gültigen Prüfungsordnung ( GemPPO ) darf der Hund bei seiner ersten Prüfung nicht älter als 6 Jahre sein.

Wir erwarten von unseren zukünftigen Rettungshundeführer*innen, dass sie

  • gesundheitlich fit sind, d.h., sie müssen psychisch & physisch belastbar sein
  • sich in eine Gruppe einfügen können
  • Teamgeist haben oder entwickelen
  • über Disziplin und Geduld verfügen
  • Kooperationsfähigkeit besitzen
  • genügend Zeit haben
  • bereit sind, auch längere Strecken zum Training mit dem Privat-PKW zurück zu legen
  • eine 2-3 jährige Ausbildungszeit absolvieren
  • eine gute Beziehung zu ihrem Hund haben
  • Spaß an der Arbeit mit Menschen & Hunden haben
  • sich der Aufgabe (Menschenleben zu retten) bewusst sind

Im Schnitt dauert die Grundausbildung bei regelmäßiger Teilnahme ca. zwei bis drei Jahre. Nach bestandener Prüfung in der jeweiligen Sparte, ist das Rettungshundeteam einsatzbereit.

Die Prüfung muss alle 18 Monate erneuert werden, daher hört die Ausbildung nie ganz auf. Die Prüfung wird nach der Gemeinsamen Prüfungsordnung gemäß DIN 13050 abgelegt. Für Personenspürhunde gibt es beim ASB eine gesonderte Prüfungsordnung.

Hier erfahren Sie mehr über die Ausbildung


Die Trainingsdauer pro Training sind länger anzusetzen als z.B. bei Erziehungskursen von Hundeschulen und Hundesportvereinen auf einem Hundeplatz.

So sind 4 bis 6 Stunden am Wochenende die Regel. Natürlich ist es immer davon abhängig, wie viele Hunde und Personen am Training teilnehmen und wie der jeweilige Ausbildungsstand der Mensch-Hund-Teams ist.

Rettungshundeausbildung ist Teamausbildung! Wer nicht mit seinem Hund arbeitet, wirkt bei der Ausbildung der anderen Hunde mit.

Die Hunde bekommen nach jeder Trainingseinheit eine Pause im Auto oder im Hundehänger. Diese Pause ist sehr wichtig für die Hunde, damit sie das Gelernte verinnerlichen und sich ohne Ablenkung erholen können.

Ja, die Probezeit dauert 6 Monate und ist für beide Seiten hilfreich. So kann man einen Einblick in die Rettungshundearbeit bekommen und schauen, ob es das Richtige für Hundeführer und Hund ist.

Zum Ende der Probezeit kann man in die aufgenommen werden. Der Mitgliedsbeitrag beim Arbeiter-Samariter-Bund beträgt min.12 € im Jahr.

Ja, vom ersten Tag an sind unsere Hundeführer*innen haftpflicht- und unfallversichert. Diese Versicherungen beginnen bereits mit der Probezeit. Sie treten nachrangig nach den verpflichtend privaten Versicherungen ein.

Der Hund muss nachweisbar über einen ausreichenden Impfschutz und eine Haftpflichtversicherung verfügen.

Kein Problem. Bei uns gibt es auch die Möglichkeit in der Einsatzleitung und -führung oder der Logistik mitzuarbeiten.
Kontaktieren Sie uns gerne!

Ausbildung für Rettungshunde

Ein geprüftes Rettungshundeteam, bestehend aus dem Hundeführer und seinem Hund, verfügt über eine Qualifikation gemäß der gemeinsamen Prüfungsordnung der Hilfsorganisationen.

Ausbildung

Rettungshundeteams sind heute fast täglich im Einsatz, ob in Trümmern eines Hauses nach einer Gasexplosion oder auf der Suche nach vermissten Menschen in unwegsamen Gelände. Nicht mehr nur bei Erdbeben sieht man diese Helfer bei ihrer schwierigen Arbeit. Die Anforderungen, die an Hund und Hundeführer gestellt werden, haben sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren enorm vergrößert. (Auch innerhalb Deutschlands sind Flächensuchhunde und Personenspürhunde fast täglich im Einsatz, ohne dass dies von den Medien veröffentlicht wird. Man kann ihnen nur mit einer qualifizierten Ausbildung gerecht werden.

Das macht es notwendig, Möglichkeiten für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu schaffen, um die Qualität und Effizienz in der Rettungshundearbeit zu fördern. Durch die ständig interne und externe Weiterbildung der Ausbilder, sowie der Hundeführer und Helfer, gewährleisten wir eine qualifizierte Ausbildung in Praxis und Theorie. 

Bis sich ein Rettungshundeteam einsatzbereit melden kann, ist eine umfangreiche und intensive Ausbildung des Teams erforderlich. Bei uns werden Sie und Ihr Hund qualifiziert zum einsatzfähigen Team in den Sparten Flächen- und Trümmersuche oder zum Personenspürhundeteam ausgebildet.

Die Ausbildungsthemen sind zum Beispiel:

  • Sanitätslehrgang
  • Erste Hilfe am Hund & Kynologie
  • Orientierung im Gelände
  • Einsatztaktik
  • Funkausbildung

Voraussetzung zur Mitarbeit

Sie sollten belastbar und teamfähig sein, Motivation und Leistungswillen mitbringen und vor allem viel Zeit sowie die Lust haben ehrenamtlich zu helfen, um zweimal in der Woche bei Wind und Wetter am Übungsbetrieb teilzunehmen. Etwa 450 Stunden im Jahr erfordert diese ehrenamtliche Arbeit in unserer Rettungshundestaffel.

Ihr Hund sollte einen hohen Beutetrieb haben, sowie ein offenes, aufgeschlossenes Wesen. Er sollte arbeitswillig, aktiv und ein gutes Umwelt- und Sozialverhalten besitzen. Hund wie Hundeführer müssen eine gute körperliche Fitness mitbringen.

Rettungshunde

Flächensuche

Die Suche nach vermissten Personen in unwegsamen und großräumigen Gelände ist eine mit der am häufigsten Einsatzanforderungen eines Rettungshundes. Flächensuchhunde sind in der Lage schnell und effektiv ein großräumiges und unwegsames Gelände abzusuchen.

Der Vorteil eines Rettungshundes ist, dass die Tageszeit keine Rolle spielt. Rettungshunde suchen in der Nacht genauso effizient und zuverlässig das Gelände ab, wie auch am Tage. Der Hund lernt während seiner Ausbildung, selbstständig nach dem Geruch von lebenden Personen zu suchen und diese dem Hundeführer anzuzeigen.

Während der Ausbildung wird die Aufgabenstellung an Hund aber auch an den Hundeführer immer komplexer. Selbst nach erfolgreicher Prüfung, ist das Team nie „ganz fertig“ ausgebildet, da es immer wieder neue Herausforderungen für das Rettungshundeteam zu bewältigen gibt.

Rettungshundeteam

Trümmersuche

Die unterschiedlichsten Unglücke führen dazu, dass Trümmerhunde zur Suche von verschütteten Personen eingesetzt werden. Trümmersuchhunde werden eingesetzt um verschüttete lebende Menschen unter Trümmern auf zu spüren. Trümmer entstehen z.B.: durch Explosionen, Erdbeben, Baumängel oder nachgebenden Untergrund.

Während dieser Ausbildung lernt der Hund ausschließlich den Geruch von verschütteten lebenden Menschen zu lokalisieren und durch bellen und scharren anzuzeigen.

Die Schwierigkeit der Trümmerausbildung liegt in der Lokalisierung und Ausarbeitung der Witterung. Es ist wichtig, dass der Hund sich auf der Schadenstelle gut lenken und führen lässt. Unangenehmer, nachgebender und schwerbegehbarer Unterrund sowie Ablenkungen z.B.  durch Lebensmittel dürfen den Hund nicht in seiner Arbeit beeinträchtigen.

Der ausgeprägte Geruchssinn der Hunde ist bei der Trümmersuche durch kein technisches Gerät zu ersetzen.

Andre Dahlhaus Staffel- und Einsatzleitung ASB-Rettungshundestaffel Westmünsterland
Dagmar Becker Staffelleitung Rettungshundestaffel Ostmünsterland

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