Tag der Ersten Hilfe am 12. September

Münsters Hilfsorganisationen erinnern an den Tag der Ersten Hilfe am 12. September.

Münsters Hilfsorganisationen erinnern an den Tag der Ersten Hilfe am 12. September

Unfälle gehören zum Alltag – Leben retten leider noch nicht  –

Ob zu Hause oder vor der Haustür, Unfälle deuten sich nicht immer an und sind schnell passiert. Gerade die ersten Minuten nach einem Unfall können den Unterschied machen und entscheiden darüber, wie schwer die Folgen für die Unfallopfer sind oder gar über Leben und Tod. Helfen ist eigentlich ganz einfach. Nur trauen sich viele Menschen nicht, denn sie wissen nicht, was zu tun ist. Hier setzt das Bündnis „Gemeinsam für Münster“, bestehend aus den vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser an und erinnert am Tag der Ersten Hilfe an die Bedeutung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

„Es gibt Situationen in unserem Leben, über die niemand gerne nachdenkt: die Kollegin oder der Kollege bricht plötzlich bei der Arbeit zusammen, Ihr Kind bekommt keine Luft mehr oder Sie beobachten einen Fahrradunfall auf der Promenade. Dann ist Ihre Hilfe gefragt.“ Erklärt Benedikt Sturm vom Deutschen Roten Kreuz.

So hat es im vergangenen Jahr in Münster 11 515 Verkehrsunfälle mit 1583 Verletzten gegeben. In solchen Situationen heißt es ruhig bleiben. Im Notfall ist es wichtig, die Unfallstelle zu sichern, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Danach verschafft man sich einen Überblick über die Situation und setzt den Notruf ab. „Hier sind die vier W-Fragen für die Leitstelle wichtig: Wo ist der Unfall passiert? Was ist genau passiert? Wie viele Personen sind verletzt? Welche Verletzungen können Sie erkennen? Danach wartet man auf Rückfragen“, weiß Anne Hesse vom Malteser Hilfsdienst.

Erste Hilfe ist lernbar und die vier Hilfsorganisationen bieten nun auch in Zeiten von Corona wieder Erste-Hilfe-Kurse an. „Wir sind glücklich, dass wir durch unsere entwickelten Hygienekonzepte wieder Kurse anbieten können“ berichtet Barbara Allamoda von den Johannitern. „Dieses Angebot richtet sich an Firmen, Fahrschülerinnen und Fahrschüler und natürlich an alle, die wissen möchten, wie man sich im Notfall richtig verhält“ ergänzt André Brocks vom Arbeiter-Samariter-Bund.