Hilfe auf drei Rädern für den Wünschewagen – 270 km mit dem Postrad

Mehr als 6.000,- € wurden während einen 270 km langen Spendentour für den ASB Wünschewagen NRW-Westfalen gesammelt. Wir erzählen die Geschichte.

„Komm, das machen wir mit dem Postrad“, dachte Jana Knoll von der Postdienststelle Münster, als sie mit ihrem Vorgesetzten Thomas Liesner und Werner Messing vom Spendenprojekt Phoenix Spendentour die Idee zu einer ganz besonderen Fahrt zum Leben erweckte.

In Amsterdam wird eine ganz spezielle Schokolade hergestellt und emissionsfrei transportiert. Ein Renner in Deutschland. Immer wieder werden Touren veranstaltet, um die süße Versuchung mit nach Hause zu bringen und um Genuss ein Stückchen nachhaltiger werden zu lassen. Bissen für Bissen.

Überwältigende Resonanz

Werner Messing, der gemeinsam mit seiner Frau Mechthild jährlich auf der Suche nach Projekten ist, welche die beiden kreativ unterstützen möchten, brachte dabei den ASB Wünschewagen ins Spiel. Von Münster aus sollten sie alle mit dem Rad zur Übergabestelle fahren und wieder zurück. Jeder mit dem Postrad zurückgelegte Kilometer wird dabei mit einer Spendensumme verknüpft. Zahlreiche Mitarbeiter*innen der Post haben sich beteiligt, sowohl Zusteller*innen als auch Abteilungsleiter*in, insgesamt über 100 Personen. Ein voller Erfolg.

„Die Resonanz auf die Fahrt hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, freut sich Thomas Liesner und erinnert sich an das Abenteuer der insgesamt dreitätigen Reise, die nicht ohne Komplikationen verlief. „Ein Postrad gab zwischendurch den Geist auf. Wir mussten es auf einem kleinen Hof zwischenparken, bis es wieder abgeholt werden konnte“. Der Besitzer des Hofes schaute nicht schlecht, als die ganzen Räder plötzlich vor seiner Tür standen, half der engagierten Truppe aber nur zu gerne weiter.

Kilometer für Kilometer für den Wünschewagen

Von Münster über Nottuln, Rhede und Bocholt führte sie der Weg bis nach Weeze, wo die Schokolade schon bereitstand. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation konnten sie nicht bis Amsterdam fahren. Allerdings war die Fahrt auch so schon sehr herausfordernd, wie Jana Knoll noch weiß, sagt aber auch: „Mit dem Wissen um den Zweck unserer Fahrt, fühlte sich jeder gefahrene Kilometer etwas leichter an“.

Bei Familie Messing konnten sich die Fahrer*innen bei einem guten Frühstück erholen, bevor die Rückfahrt nach Münster anstand. „Ich bin sehr stolz, dass sich Jana und Thomas so für den Wünschewagen eingesetzt haben“, sagt Werner Messing und ist sich sicher, er „würde es wieder tun. Absolut“.