Immer mehr Menschen in Deutschland erkennen mittlerweile ihre Bedeutung: Rund 44 % der Bevölkerung wissen inzwischen, dass die 112 auch in anderen EU-Ländern gilt. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber früheren Jahren und ein Beleg dafür, dass Informations- und Aufklärungskampagnen Wirkung zeigen. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf, um das Bewusstsein flächendeckend zu stärken.
Darauf machen der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter und die Malteser in Münster anlässlich des Europäischen Tags der 112 am 11. Februar aufmerksam – ein Tag, der daran erinnert, wie wichtig schnelle Hilfe im Notfall ist. Dieser Tag erinnert jedes Jahr daran, wie wichtig die europaweit einheitliche Notrufnummer für schnelle Hilfe in Notsituationen ist.
Richtig telefonieren im Notfall
Damit Einsatzkräfte gezielt helfen können, kommt es beim Notruf auf klare Angaben an. Bewährt haben sich die
sogenannten 5 W-Fragen:
- Wo ist es passiert?
- Wer ruft an?
- Was ist geschehen?
- Wie viele Betroffene gibt es?
- Warten auf Rückfragen der Leitstelle
Der Notruf sollte immer dann gewählt werden, wenn die Situation nicht sicher eingeschätzt werden kann, Zweifel am Gesundheitszustand bestehen oder eine akute Gefahr vorliegt. Wichtig ist, das Gespräch nicht eigenständig zu beenden.
112 oder 116 117?
Die Hilfsorganisationen weisen zudem auf die klare Trennung der Notrufnummern hin:
Die 112 ist für lebensbedrohliche Notfälle zuständig. Die 116 117 erreicht den ärztlichen Bereitschaftsdienst bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, die nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten können.
„Eine bewusste Nutzung der Notrufnummern hilft, die Rettungsdienste für echte Notfälle verfügbar zu halten“, betonen ASB, DRK, Johanniter und Malteser.
